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11th August
2009
written by Heiko

Ganz kurze Einleitung …
Der folgende Text ist entstanden während ich vier Stunden von Volko (Buena Vista Tattoo Club, Würzburg) tätowiert wurde. Ich habe nicht danach über den Vorgang geschrieben, sondern währenddessen – eine interessante Erfahrung. Mehr möchte ich gar nicht vorwegnehmen, viel Spaß bei der Tattoo Session!

So, jetzt geht’s los!
Ich sitze im Buena Vista Tattoo Club in Würzburg – in einer etwas eigentümlichen Pose – und ertrage Schmerzen.
Volko tätowiert an meinem Back-piece weiter. Gerade zieht er Outlines – auf der rechten Seite meiner Hüfte. über der Arschbacke. Ich tippe mit der linken Hand auf die vor mir liegende, winzige iPhone Tastatur, was mich fast mehr nervt als der Schmerz, da ich mich ständig vertippe.
Aber wer live von unter der Nadel bloggen will muss eben leiden. Die Tipperei lenkt mich gut ab, bekomm vom Schmerz kaum was mit, noch nicht.
Fange an zu schwitzen, die Sitzposition strengt mich an, mein Bein ist auch schon eingeschlafen.
Volko ist echt sanft mit der Nadel unterwegs, fühlt sich fast an als zeichne er mit einem rauen Stift auf meine Haut. Wenn ich da an Dave Fox denke, der mir das Pin-up auf’s Bein getackert hat … Na gute Nacht, das war echt krass, da wär ich fast umgegangen. Aber nur fast!
Bei Volker könnte ich pennen, dürfte ich nur liegen, aber nein, ich häng hier bescheuert auf nem Stuhl ab und vertipp mich permanent. Bin über die Lehne eines anderen Stuhls gebeugt, das Teil drückt mir ganz schön aufs Brustbein. Volko summt die ganze Zeit – krasser Typ! Zum Glück quatscht er nicht, hab das schon gesehen, wenn Tätowierer ihre Kunden vollblubbern, das wär nichts für mich. Summen ist cool, das entspannt …
Krass, gerade schreibe ich noch was fast umgehen, da wird mir eben doch tatsächlich schwarz vor Augen und ich hör auch nicht mehr richtig. Schweißausbruch, Übelkeit — Kreislaufflash vom feinste!
Volko hat’s gleich gerafft, aufgehört und mich hinsetzen lassen. Traubenzucker, Füße hoch, Wasser. Dann ist er doch tatssächlich auch noch zum Bäcker rübermarschiert und hat mir ein Rosinenbrötchen gekauft.
Also Leute, merkt’s euch! Vor nem Tattoo-Termin immer gut frühstücken, hab ich heute nämlich nicht gemacht. Wir sind schon wieder am inken und der Vorfall hatte auch was gutes: ich hab das iPhone jetzt in der rechten Hand und kann mit dem Daumen tippen, so wie ich es gewohnt bin. Vom Schmerz her ist’s wie vorher sehr gediegen. Volko fängt jetzt mit dem Füllen an (glaub ich), was das ganze immer übler macht. Tut nicht mehr weh wie die Outlines, eher weniger, aber mit dem Füllen geht auch die wischerrei los. Volko muss Blut und Farbe wegwischen, damit er wieder was sieht und je öffter er wischt, desto gereizter wird die Haut. Wenn er dann noch ein paar mal mit der Nadel über die selbe Stelle geht brennts irgendwann richtig, dann wird’s ekelhaft. Aber so weit sind wir noch nicht. Hab leider nicht darauf geachtet wann wir angefangen haben, aber so 1 1/2 Stunden werde ich jetzt wohl schon sitzen. Vier wollen wir insgesamt machen. Für mich ist das ne gute Länge, vier Stunden sind eigentlich locker auszuhalten — kommt natürlich auf die Stelle und die Tagesform an.
Ja du hast die Haare schön, Drama Baby Drama! Hab von meinem Platz nen super Blick auf den kleinen Monitor, auf dem zu sehen ist was vorne im Laden abgeht … Echt wild was manche Mädels so mit ihren Haaren anstellen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Dann noch schnell im Bauchnabel gebohrt und weg ist sie auch schon wieder, schade eigentlich, die Big Brother Rolle war nicht schlecht.
Hätte mal Bock auf ne Kippe …
Ahhh Fuck! Ahhh! Volko wurschtelt grad nah am Steißbein rum, das geht ganz schön aufs Nervensystem! Und der singt auch noch dabei, naja, sagen wir er trompetet.
Ist echt ne verdammt bescheuerte Idee sich den ganzen Rücken zuhacken zu lassen, wenn man zweimetervier groß ist, das dauert ewig. Ich glaub eine schmale 1.60 große wär jetzt schon dicht, ganz bestimmt sogar. Wir haben nach ca. 16 Stunden grade mal so ungefähr die Hälfte und Volker ist echt schnell!
Was kann ich nur noch schreiben? Hab eben mal das iPhone weggelegt und mich auf den Schmerz konzentriert, mit dem Ergebnis das der gleich um einiges brutaler kommt. Das ich mir grad die Nase geputzt habe wird ja wohl kaum jemanden interessieren.
Echt komisch dass es nicht mehr weh tut gerade. Volker tätowiert eine Stelle an der ich bei Berührung sehr empfindlich bin, aber das Tätowieren ist dort auch nicht anders als vorher. Ok, ich nehm’s zurück!
Hab schon wieder bock auf ne Kippe — aber ich sag euch jetzt mal was zum Thema Pause machen beim Tätowieren: Lasst es! Wenn ihrs irgendwie aushaltet und der Tätowierer arbeiten ist lasst ihn machen! Nach ner Pause ist’s immer schlimmer, so meine Erfahrung. Die Haut hat sich beruhigt, ist abgekühlt oder was auch immer, auf jeden Fall tuts mir nach ner Pause immer doppelt so weh wie davor.
Wir haben natürlich doch wieder eine gemacht. Bin nicht raus zum Rauchen, damit die Haut nicht abkühlt, tut trotzdem viel mehr weh jetzt. Außerdem häng ich jetzt noch bescheuerter über dem scheiß Stuhl. Obwohl, kann zumindest den Kopf abstützen, dann kann ich aber nicht mehr tippen. Zu früh gefreut, positionswechsel und wieder mit Links tippen, dazu Monster Schmerz — leck mich! Das ist jetzt wirklich die empfindliche Stelle! Zucke schon weg wenn Volker mit den Fingern zum Straffen ansetzt. Ahhh, das ist kein Spaß! Wo treibt der sich mit seinen Nadeln rum, fühlt sich an als wär er vorne auf dem Brustkorb. Aber so nen illusions-Schmerz hatte ich bei der letzten Session schon, da ist er nur ein kleines Stückchen unten an den Hals ran und ich dachte er wär am Hinterkopf dran.
Fuck, Nase läuft und Tempo ist runtergefallen.
Jetzt doch eine geraucht und nen Kaffe reingezogen, mit nem Stück Traubenzucker — Ready für die letzte Stunde.
Der Schmerz hat ne üble Intensität angenommen. Alles ist gereizt, jedes Mal wenn Volko neu ansetzt halte ich die Luft an, krampf die Hände und den Kiefer zusammen. Die letzte halbe Stund … ich denke in jeder Sekunde daran Volker zu sagen dass er aufhören soll.
So, fertig. Die letzten 10 Minuten haben wir abgebrochen, Kreislauf macht nicht mehr mit. Heute ist nicht mein Tag wie’s aussieht. Hätte echt mal ordentlich frühstücken sollen … naja, das nächste Mal wieder.
Jetzt das Teil verbinden und dann brauch ich was zu futtern!
Geschrieben hab ich jetzt auf jeden Fall genug, jetzt reicht’s, macht’s gut!

15th Juli
2009
written by Heiko

Yo! Heute habe ich mein iPhone 3G S frisch aus Italien bekommen. Herzlichen Dank an meinen Kollegen Travelingmic, der mir das Teil mitgebracht hat. Mic ist mit seinem italienischen Kumpel El Rana extra nach Arezzo, zur Zentrale von TIM (italienischer Mobilfunkanbieter) gedüst, da es nirgendwo sonst die Teile gab, das nenn ich Einsatz!

Jetzt habe ich also so ein Ding und checke gerade aus was ich damit tun kann. Das Tippen klappt ganz gut, aber es wäre denke ich doch sehr ermüdent einen längeren Blockeintrag zu verfassen.

Wenn das mit diesem App funktioniert bekommt ihr in Zukunft aber bestimmt des öffteren mal kleine spontane Einträge von mir. Das sollte für nen Test genügen, bis bald!

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19th Juni
2009
written by Heiko

Los geht’s!
Es ist Freitag, der 19. Juni 2009, 10:32 Uhr. Gerade verlässt der ICE 1091 den Mannheimer Hauptbahnhof in Richtung München. Mein Ziel ist die niche09, eine Veranstaltung rund um das Thema »Podcasting«. 150 Teilnehmer werden morgen (am Samstag) von 09:00 – 18:00 Uhr an Workshops zu technischen und gestalterischen Aspekten von Audio- und Video-Podcasts teilnehmen und Vorträgen lauschen, welche sich beispielsweise mit Möglichkeiten der kommerziellen Nutzung von Podcasts auseinandersetzen. Veranstaltet wird das Event von Alex Wunschel, dem Podpimp, der die Podcasts »Blick über den Tellerrand« und »Pimp My Brain« produziert. Unterstützt wird Alex von Sponsoren wie der Süddeutschen Zeitung, die der Veranstaltung Räumlichkeiten in ihrem Verlagsgebäude zur Verfügung stellt. Ich bin sehr gespannt was mich erwartet und welchen persönlichen Nutzen ich aus der niche09 ziehen werde. Seit ca. einem halben Jahr (da habe ich mir mein Macbook und den iPod gekauft) sind Podcasts ein fester Bestandteil meines täglichen Lebens. Ich höre sie auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Heimweg, vor dem Einschlafen … Kombiniert mit anderen Diensten des Web 2.0 ersetzen sie alle Informations- und Unterhaltungs-Medien, die ich vorher genutzt habe. Dem Fernsehprogramm habe ich in diesem halben Jahr nur wenige Stunden Beachtung geschenkt. Es ist einfach angenehmer nur Beiträge zu konsumieren, die einen auch interessieren – und zwar dann wenn es einem passt, ungebunden von einem Programmplan. Für mich sind Podcasts klar die Zukunft des Medienkonsums und ich denke es wird nicht mehr lange dauern bis das Thema bei der Masse angekommen ist. Meine Mutter lernt zur Zeit Spanisch und nutzt neben dem VHS Material auch Podcast Angebote zur Vertiefung. Mein Kollege Jan hat sich gerade gestern Macbook & iPod zugelegt und podcast.de und den iTunes Store erkundet. Jetzt ist für mich die Zeit gekommen selbst aktiv zu werden!

Zwischenstopp
Mittlerweile hat der ICE Stuttgart erreicht. Entweder haben die DB Schlümpfe die Klimaanlage auf schockfrosten gestellt oder es ist draußen deutlich kühler als in Mannheim. Ich habe die Wettermeldungen wie üblich ignoriert und fröstle gerade ein wenig in meinen kurzen Hosen. Zu meinem Glück hat sich die Fahrtrichtung geändert und ich blicke jetzt nach vorne, quasi der niche09 entgegen. Ich werde schon gegen 13:30 in München ankommen. Das Get-Together startet aber erst um 19:00, mal schauen wie ich die Zeit dazwischen totschlage. Vielleicht versuche ich irgendwo Semmelknödel aufzutreiben, die waren das Highlight meines letzten München Besuchs. Bin mal gespannt was um sieben beim Get-Together abgeht, Alex hat gestern dazu aufgerufen wir sollen Podcasting wie Rock ‘n’ Roll zelebrieren. Wer meinen Tattoobåten Artikel im TätowierMagazin gelesen hat, der kann sich denken was ich unter R&R verstehe. Ob das die Podcaster Szene ähnlich handhabt wird sich zeigen – ich rechne ja nicht gerade mit Koks und Nutten, aber wer weiß. Speis und Trank sind dank der Sponsoren jedenfalls frei und es steht Bombay Saphir auf der Karte. Ich bin gespannt, mach jetzt erst mal Schluss und dass was man früher gemacht hat wenn man im Zug unterwegs war – aus dem Fenster glotzen!

Bin da!
So, sitze im Hotelzimmer (Hotel ANTARES) und überlege was ich als nächstes tue. Wahrscheinlich erst mal ne halbe Stunde Internet für 3€ kaufen, twittern ob vielleicht noch jemand schon da ist, meine Podcasts laden (shit, iPod Kabel vergessen!) und die Zeilen hier hochladen. Hab ein paar Bilder vom Zimmer geschossen, ich sag nur »back to the old school«! Die NOKIA Glotze ist echt retro, vielleicht mach ich ihn später mal an, nur um zu sehen ob das Ding läuft. Das Bad sieht nicht nur aus wie im Krankenhaus, es riecht auch so. Irgendwie mag ich die Bude. 70 Ökken pro Nacht sind aber schon ne Ansage … Wenn ich mein online Programm durch habe schau ich mir das Münchner Studentenviertel an.

Der Tag danach
… natürlich habe ich es nicht geschafft meinen niche09 Blogeintrag so regelmäßig zu aktualisieren, wie ich dies auf der Hinfahrt begonnen hatte. Aber ich habe fast permanent getwittert, wer sich nach schnelleren Heiko News sehnt muss einfach »numen81« followen. Die niche09 ist also vorbei … Ich hocke hier im Coffee Fellows (hat auch was von Twitter) und trinke entgegen meiner Gewohnheit Kaffee, damit ich eine Ausrede habe das kostenlose WLAN zu nutzen. Ach ist das toll, ich saug mir gerade die neue »Bits und so« Folge, idealer Stoff für die Heimfahrt. Shit, iPod Kabel vergessen! Hoffentlich hält der Macbook Akku. Ich muss nämlich noch bis 13:30 in München rumgammeln – bucht euer Ticket ja nie mit Zugbindung! Ich weiß schon, eigentlich wollt ihr etwas über die niche09 lesen, ich bin ja schon dran …

#niche09
Hmmmmm (gedankliches Stimmbandtuning) … irgendwie bin ich noch viel zu müde um nen ausführlichen Report abzugeben. Den hat die niche09 aber unbedingt verdient, mal schauen wie weit ich komme. Ich fange mal mit dem Schleimen an: Lob, Lob, Lob! Ne, im Ernst, ich muss gar nicht schleimen, denn die niche09 war eine fantastische Veranstaltung – äußerst beeindruckend was der Podpimp da auf die Beine gestellt hat. 150 Teilnehmer, 18 Vorträge, veranstaltet im pompösen neuen Verlagsgebäude der Süddeutschen Zeitung + 2x Party in der Niederlassung – alles für umme – genial! Den Stress die Vorträge und Teilnehmer aufzuzählen gebe ich mir jetzt nicht, das findet ihr alles ganz übersichtlich auf der niche09 Seite. Ich schreibe lieber was über die drei Vorträge die mir besonders gefallen haben: Den Anfang machte Constantin Gonzales vom HELDENfunk, dem Podcast für Systemadministratoren. In seinem Vortrag »Besserer Klang mit wenig Aufwand: Tipps & Tricks beim Podcast-Produzieren« handelte er genau die Themen ab, die mich am brennendsten interessierten: Was braucht man an Equipment und worauf sollte man vor oder während der Aufnahme achten (Hall, Klimaanlage, offene Fenster & Co). Constantins Tipps waren für mich Gold wert – erfahrene Podcaster, wie Tim Pritlove (Chaosradio Express, dieGesellschafter.de und mobileMacs), übten aber durchaus hier und da Kritik an Constantins Aussagen und diskutierten mit ihm und den Teilnehmern unterschiedliche Erfahrungen und Ansätze. Tim zeigte sich als großer Kritiker von … so ziemlich allem – schade das er selbst keinen Vortrag hielt. Ich hätte unheimlich gerne mal sein mobiles Studio in Aktion gesehen. Der nächste – jetzt hätte ich fast Podcast geschrieben – Vortrag, den ich als sehr gelungen einstufe, war »Konzept-Entwicklung eines Audio-Podcasts« von Doris Hammerschmidt (tonjuwelen.de). Ich habe mich bereits sehr intensiv mit verschiedenen Konzept Varianten von Podcasts auseinandergesetzt, aber Doris hat es geschafft alle Möglichkeiten, die ich irgendwann schon mal gedanklich durchgespielt habe, übersichtlich auf nur zwei Seiten aufzulisten. Sie hatte zu jedem Format (wie Interview, Glosse oder Reportage) echte Profi-Tips parat – sehr geil, hat Spaß gemacht! Der letzte Vortrag, Workshop oder wie auch immer, den ich erwähnen möchte war »Werkzeuge für’s Wortgefecht – Arbeiten mit gesprochenem Wort und Stimme«, wieder mit Doris Hammerschmidt, die sich das Thema mit Nadia Zaboura vom MFG Innovationcast teilte. Hier wurden die Teilnehmer gefordert! Nadia animierte uns zu verschiedenen Übungen, welche sich positiv auf den Klang der Stimme auswirken. Das »Schafsgesicht« – ich glaube so hieß die Übung bei der man sich von oben nach unten mit beiden Händen übers Gesicht streicht um dann ein emotionsloses »Böh« auszustößen – war nur eine von vielen Techniken, die unser Sprach-Bewusstsein schärfen sollten. Räuspern ist übrigens böse, böse, böse, lieber Hmmmmm machen und schlucken, aber ich glaube leider nicht dass ich mich da auf die Schnelle umgewöhnen kann. Dann wurden auch noch Sprechtechniken vorgetragen, Doris trumpfte wieder mit ihrer Radioerfahrung auf und erklärte, was man alles beachten kann um vom Hörer deutlich und entspannt wahrgenommen zu werden – geile Show! So, dass war’s erstmal. Schließlich muss ich den ganzen Kram noch verlinken und mein Zug geht in 40min. Wenn ich mich später noch motivieren kann, berichte ich von Zuhause vielleicht noch über die beiden Partys in der Niederlassung. Danke an Alle für Alles … Cheers, Heiko

Podpimp Comic!
Ach ja, fast hätte ich’s vergessen: Alex Wunschel ist ja der absolute Charismatiker. Er hat die überkrasse Bassstimme, ist groß, gut angezogen und so – die Mädels fliegen bestimmt reihenweiße auf ihn – aber fotogen ist der Kerl ja mal überhaupt nicht, jedenfalls nicht vor meiner Linse. Ich habe etliche Fotos von Alex gemacht und auf jedem schneidet er mehr oder weniger eine Grimasse. Als ich gestern von der Niederlassung kam und die Fotos durchgeschaut habe, hat’s mich irgendwie gepackt und ich hab noch schnell einen kleinen Podpimp Comic gebastelt … Ich hoffe du nimmst es mir nicht krumm Alex, dass ich dich ein bisschen auf die Schippe nehme!
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8th Juni
2009
written by Heiko

So, die Tattoo Convention Dortmund ist gelaufen, und eines kann ich gleich verraten: es war eine super Veranstaltung! Eigentlich hatte ich vor während der Convention täglich den Blog zu updaten, aber leider gab es vor Ort doch kein freies WLAN und der Zugang über die Westfalenhalle war mir mit 46 € für 24h eindeutig zu teuer. Naja, ich werde mich auf jeden Fall kurz fassen, die drei Convention Tage haben mich ganz schön geschlaucht und morgen muss ich den Artikel zur Dortmund Convention bereits fix und fertig machen, da die Juli Ausgabe des TätowierMagazin am Freitag bereits in den Druck geht und das Ganze vorher ja auch noch gelayoutet werden muss. Also … wie gesagt, die Convention war super. Es hat einfach alles gepasst. Viele top Tätowierer aus der Region und auch einige Spitzenleute aus dem Ausland, ein ausgewogenes Bühnenprogramm, durch das uns der Moderator »Peter« souverän und lustig geführt hat, das Catering war ebenfalls hervorragend, das Publikum bunt gemischt und sehr gut drauf und die After Show Party im Hilton setzte dem ganzen dann noch die Krone auf. Ich glaube viel mehr verrate ich jetzt gar nicht, ich bin viel zu müde und muss mir die Schreibenergie für den Artikel morgen aufsparen. Ihr könnt euch auf jeden Fall schon mal auf die Juli-Ausgabe freuen, ich habe super Bilder aus Dortmund mitgebracht!

Die Juli Ausgabe mit meinem Dortmund Convention Artikel ist am 26. Juni 09 erschienen, hier der Link zur Vorschau auf der TätowierMagazin Website.

1. Das TätowierMagazin war wie immer heiß begehrt.
2. An Erotik mangelte es auf der Tattoo Convention Dortmund nicht.
3. Mr. Mike aus Köln räumte mit diesem Tattoo den Best of Show Tattoo ab.
4.  Tschiggy, ausnahmsweise mal selbst unter der Nadel.
5. Dieses Rücken-Tattoo begeisterte die Contest Zuschauer.
6. Samstag und Sonntag war viel los in Dortmund.
7. Weltrekordversuch des BMX Sportlers »Flo«.
8. Für Sparta! Die Ladys hatten ihren Spaß beim Auftritt des Strippers.

5th Juni
2009
written by Heiko

Puh … als ich heute morgen (bzw. gestern Morgen) frisch erwacht im Bett lag, war ich ziemlich verzweifelt. Am Tag zuvor hatte ich mir beim Tische-Schleppen einen Nerv eingeklemmt, was mir stechende Schmerzen, linksseitig über der Hüfte bescherte und parallel den Mittelfinger meiner rechten Hand lähmte. Jetzt musste ich feststellen, dass sich die Symptome über Nacht nicht etwa wie erhofft verflüchtigt hatten, nein, sie waren eher noch ein bisschen schlimmer geworden. Dabei stand doch die dreistündige Fahrt nach Dortmund, der Aufbau des TätowierMagazin Stands und dann noch drei Tage Tattoo-Convention an, bei der ich auch noch die Fotos schießen und im Anschluss schnellstmöglich auch noch den passenden Artikel abgeben sollte. Treffpunkt zum Beladen um 08:30 im Huber Verlagsgebäude in Mannheim Friedrichsfeld … dass ich das nicht schaffen würde wurde mir schnell klar, ich hatte Mühe mir alleine die Schuhe anzuziehen und an irgendwas einladen, geschweige denn meine volle Tasche nach Friedrichsfeld schleppen, war mit dem geklemmten Nerv nicht zu denken. Ich musste die Kollegen anrufen und ihnen klarmachen dass alleine einladen und zusätzlich auch noch Heiko abholen angesagt war – zum Glück kein Problem. Ich fasse mich jetzt kurz, denn es ist 01:10, ich bin hundemüde und immer noch angeschlagen, aber ich habe die Fahrt gut überstanden. Ich bilde mir sogar ein, dass sich der Nerv durch das Geruckel auf der Straße und meine Geringe Mithilfe beim Standaufbau etwas entklemmt hat und auch meinen Finger spüre ich schon wieder. Nach vier Stunden war der neue TM Stand endlich aufgebaut und er sieht super aus, wir sind alle ein bisschen stolz und freuen uns darauf ihn morgen in Betrieb zu nehmen. Den Rest des Abends haben wir in einem sehr angenehmen Lokal verbracht, dessen Name mir leider entfallen ist, es befindet sich direkt neben dem Stadion, nur wenige Schritte vom Best Western Hotel entfernt. Den Name kann ich leider auch nicht googeln, habe den Text vorgeschrieben und muss mir erst noch 15min WLAN für 2.20 € kaufen … Dort haben wir das lokale Bier gecheckt (geht schon) und ca. drei Stunden Mau Mau gespielt (mit Zusatzregel »Tauschen bei Ass«, das rockt!). Jetzt aber genug, bin zu müde zum weitertippen, vielleicht sehen wir uns morgen (oder heute?) ja auf der Tattoo Convention in Dortmund! Gute Nacht!

1. TM-Stand aufbauen ist wie LEGO® für große Jungs!
2. Ähm … wo war jetzt noch mal oben?
3. Kollege Bockmeyer von seiner besten Seite.
4. BigL macht seinem Namen alle Ehre …
5. … und leistete gute Arbeit in sechs Metern Höhe.
6. Alle am Schaffen – nur ich nicht. (Das Privileg eines Nervgeklemmten) 
7. Zum Schluss noch Banner an die Stage.
8. Sieht doch gut aus – sag nix falsches Longer!

1st Juni
2009
written by Heiko

Vom 22. bis 24 April fand in Köln die SIGINT09 statt, und ich war für das TätowierMagazin vor Ort. Ja, für das TätowierMagazin … Das mag erstmal etwas seltsam klingen, denn die SIGINT ist kein Tattoo Event. Sie wurde vom Chaos Computer Club veranstaltet und war »Konferenz zu den Diskursen im digitalen Zeitalter« angekündigt worden. Im Gegensatz zum Chaos Communication Congress, der Ende Dezember stattfindet und eine sehr technisch orientierte Veranstaltung für Hacker und Technikfreaks ist, sollte die SIGINT09 die Arbeit des CCCs der interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen. Ein Fokus der SIGINT09 lag auf Kontroll- und Überwachungstechniken, die in Deutschland entweder längst angewandt werden, oder aktuell in der Politik diskutiert werden und bald auf uns zukommen könnten. Dabei wurden die Themen stets von verschiedenen Standpunkten aus beleuchtet. Man beließ es nicht bei einer Analyse der Technik, sondern diskutierte Sicherheitslücken, Möglichkeiten des Missbrauchs und philosophierte über die gesellschaftlichen Auswirkungen. So erläuterte Scusi von scusiblog.org in seinem Vortrag »Internetzensur in Deutschland – und wie wir damit an der Nase rumgeführt werden« warum die geplante Internetsperre, welche die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegen Kinderpornographie im Netz einsetzen möchte, seiner Meinung den dokumentierten Kindesmißbrauch nicht eindämmen wird, sondern mit Unwahrheiten und Fehlern behaftet eher als Täterschutz und Steigbügelhalter für weitergehende Internetzensur fungieren könnte. Zur Bekräftigung seiner These legte er fundierte Analysen ähnlicher Sperrlisten benachbarter Länder vor. Constanze Kurz, Sprecherin des CCCs, und der Hacker starbug setzten sich in ihrem Vortrag (ebenfalls äußerst kritisch) mit dem elektronischen Reisepass und dem geplanten elektronischen Personalausweis auseinander und verdeutlichten sehr humorvoll die Schwächen und Gefahren dieser Systeme, zeigten aber auch Möglichkeiten auf  sich der elektronischen Erfassung (zumindest teilweise) zu entziehen. 

Die Themen des CCCs interessieren vielleicht nicht jeden – und doch betreffen sie die gesamte Gesellschaft. Manchmal muss man erst mit einem Thema bekannt gemacht werden, um sich überhaupt erst dafür interessieren zu können. Meinen erster Kontakt zu der Arbeit des CCCs  verdanke ich den Podcasts Chaosradio und Chaosradio Express. In einem Video Podcast, der ebenfalls auf der Chaosradio Seite angeboten wird, entdeckte ich zufällig, dass Dr. Sandro Gaycken (ebenfalls Referent auf der SIGINT09), an beiden Armen sichtbar tätowiert ist. Für mich die Möglichkeit ihn und seine Arbeit im TätowierMagazin vorzustellen. Wir vereinbarten einen Termin auf der SIGINT09, und Sandro, der als Dr. der Philosophie mit einem Schwerpunkt auf Technik-Philosophie an der Uni Stuttgart einer Lehrtätigkeit nachgeht, enthüllte nicht nur seine Tattoos, sonder gab mir auch ein spannendes Interview, indem er unter anderem von seiner Beratenden Tätigkeit für die Bundeswehr sprach. Zu dem Thema hielt Sandro auch einen Vortrag: »Die Zukunft des Krieges – Cyberwarfare und seine Einbindung in die Kriegsführung«. Was ursprünglich als vier Seiten Personality geplant war, entwickelte sich vor Ort zu einer umfangreicheren Story. Mehr Hacker als erwartet zeigten mit ihre Tattoos. Die Referentin Astera, die sich auch schon für die Suicide Girls ablichten ließ, präsentierte gleich eine ganze Sammlung abgefahrener Hautkunst und auch der oben bereits erwähnte Scusi konnte mit einer bedeutungsschwangeren Tätowierung aufwarten.

Mein SIGINT09 Artikel wird sechs oder sieben Seiten umfassen und in der August Ausgabe (EVT 31. Juli 09) des TätowierMagazin erscheinen. Eine Verlinkung werde ich an dieser Stelle nachtragen. 

1. Banksy Tattoo von Eile, der lieber mit Blumen als mit Steinen wirft.
2. Zensursula trifft Club-Mate
3. Scusi von scusiblog.org posiert für das TätowierMagazin
4.  Asteras Binärcode Love Tattoo
5. Non Serviam »ich werde nicht dienen« – Dodgers Lebenseinstellung. 
6. Noch ein Love Tattoo – entdeckt bei Dr. Sandro Gaycken
7. Tattoo Macbook trifft auf Nerd Rechner und fühlt sich deutlich wohl.
8. Verstecktes Neon Genesis Evangelion Tattoo von Pattex

31st Mai
2009
written by Heiko

Die fünf Tage in Stockholm verbrachten wir nicht komplett nur auf den Festland – genau genommen nicht mal vollständig in Schweden, denn es stand noch ein ganz besonderer Tattoo-Event an: Tattoobåten! Tattoobåten ist meiner Meinung nach DIE Tattoo-Party überhaupt. Veranstaltet auf der Silja Galaxy, einer fahrenden Luxus Fähre der Silja Line, schippert diese Convention mit samt 2000 Besuchern, vier Bands und ca. 70 Tätowierern über die Ostsee, vom Stockholmer Hafen bis zum Hafen in Turku (Finnland) und wieder zurück. 24h Convention am Stück! An Bord gibt es nicht nur etliche wirklich gute Restaurants und Bars, sondern auch ein Casino, einen Club und einen Supermarkt, in dem (außerhalb der drei Meilen Zone) steuerfreie Alkohol und Tabakwaren verkauft werden. Alkohol ist in Skandinavien ein teurer Spaß. In Schweden kauft man ihn in den Systembolagets, wo man schon mal locker das Doppelte vom handelsüblichen Preis in Deutschland hinblättert. Nicht verwunderlich also, dass Schweden und Finnen sich auf den Fähren reichlich eindecken. Der Alkohol-Konsum, den die Tattoobåten Besucher an den Tag legten, war dann  allerdings doch recht ungewöhnlich … »Gib ihm« war die Devise, und bereits eine Stunde nachdem das Schiff den Stockholmer Hafen verlassen hatte, herrschte an Bord der Ausnahmezustand. Es bliebt aber friedlich und vor allem spaßig. Bands wie Mad Sin oder Mustasch sorgten für 1a Rock ’n’ Atmosphäre auf dem Edel Kreuzer, und als Arnd und ich, nach der Plünderung des üppigen Steakhouse  Buffets vollgefressen und schon leicht angetrunken, unsere Runde über die Decks machten und am Blackjack Table zum stehen kamen, wussten wir was Tattoobåten wirklich war – die schwimmende Sünde! Am 11. März 2010 sticht Tattobåten wieder in See, und ich weiß schon wer wieder dabei ist …

Auch meinen Tattoobåten Artikel findet ihr in der Juni Ausgabe des TätowierMagazin, die Vorschau gibt’s hier: http://tinyurl.com/kwestp 

Fotos by Arnd (Cordon Bleu Tattoo, Darmstadt)

1. Ich, dank der Jungs vom US-Shop Mannheim, im Matrosenoutfit.
2. Der Convention-Bereich auf der Tattoobåten
3. Woody vom Londoner Studio Into You und sein Kunde.
4. Xtoph tätowiert den Allerwertesten eines Kunden. 
5. Jägermeister Fan lässt sich von Xtoph »Jaeger« auf die Finger tätowieren.
6. Ausblick von Bord der Silja Galaxy.
7. Trinken direkt aus dem Einkaufswagen – ein typischer Tattoobåten Anblick.
8. Wo gehobelt wird fallen Späne … so sah es überall an Bord aus.

31st Mai
2009
written by Heiko

   Theo Jak

31st Mai
2009
written by Heiko

Ende März 2009 war ich, gemeinsam mit Arnd (Tätowierer bei Cordon Bleu Tattoo Darmstadt), für das TätowierMagazin fünf Tage in Schweden, genauer gesagt in Stockholm. Wir haben dort im Laden (CALM Bodymodification) meines Kumpels Chai übernachtet und hatten dort eine verdammt geile Zeit. Stockholm ist super, die Leute sind freundlich, die Stadt ist schön und es gibt eine großartige Tattoo-Szene. Unser Ziel war es genug Material zu sammeln, um für das TätowierMagazin einen Stockholm Tattoo Reiseführer zu basteln, und dies ist uns auch gelungen. Wir haben fünf Tattoo Studios besucht: Salvation Tattoo, Evil Eye Tattoo, Stockholm Classic Tattoo, King Carlos Tattoo und das Infamous Studio. Alle Studios haben Arnd und mich sehr begeistert, die Messlatte für Standard der Shop-Atmosphäre und der Qualität der Tätowierungen liegt in Stockholm sehr hoch. Stockholm ist auf jeden Fall eine Reise wert, ich zähle schon die Tage bis zum Ink Bash, der großen Stockholmer Tattoo-Convention, zu der ich der Stadt erneut einen Besuch abstatten werde …

Im aktuellen TätowierMagazin (Juni 2009) findet ihr meinen Stockholm Artikel als großes Special auf 14 Seiten. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es hier: http://tinyurl.com/mcpov2

 

Fotos by Arnd (Cordon Bleu Tattoo, Darmstadt)

01. Das Salvation Tattoo – rustikal und ruhig.
02. Arnd portraitiert sich selbst im Schaufenster.
03. Calle alias King Carlos bei der Arbeit.
04. Maria, Calles Azubine, ist auch schon gut dabei.
05. Unser großartiger Fahrer “Master Patrik”
06. Wer Knoblauch mag muss zu den Olsson Brothers!
07. Die Stockholm Classic Tattoo Crew
08. Abgefahrene Einrichtung
09. Die Gang von Infamous Studio
10. Theo Jaks Tattoo Tempel
11. Theo Jak wie er leibt und lebt!
12. Der Straßenname … ein Zufall?

31st Mai
2009
written by Heiko

Eines dieser unten erwähnten Highlights war letztes Jahr der Besuch bei Hautcutür in Esslingen. Hier werden höchst professionell Tattoo-Farben hergestellt. Michl, der Firmeninhaber, ist diplomierter Lack-Chemiker, und gemeinsam mit ihm gelang es mir dem nervigen “Autolack in Tattoo-Farbe” Gerücht, das seit einiger Zeit durch die Medien geisterte, die Diskussionsgrundlage zu entziehen. Dieses eigentlich recht trockene Thema hat mir dann doch sehr viel Spaß gemacht. Michl ist nicht nur ein spaßiger Zeitgenosse, er ist auch der absolute Tatto-Farben Nerd. Während seine Kommilitonen meist straight auf Karrieren in der Automobil-Industrie hinarbeiteten, beschäftigte er sich bereits in seiner ersten Projektarbeit an der TH Esslingen mit Farbe, die im wahrsten Sinne unter die Haut geht. Auch seine Diplomarbeit hatte Tattoo-Farben zum Thema. Von seiner Professorin unterstützt, arbeitete er noch während des letzten Semesters auf die Selbständigkeit hin. Sein Engagement wurde gewürdigt, vom Land Baden-Württemberg prämiert und sogar gefördert – eine unglaubliche Geschichte, schließlich unterstützte das Bundesland damit die Produktion von Tattoo-Farben. Der krönende Abschluss der Story war mein eigener Rotton, den ich unter Michls Anleitung in seinem Labor fertigte und den Volker vom Buena Vista Tattoo Club mit in mein noch unfertiges Back-Piece (Rücken-Tattoo) einfließen lies. 

Mein Artikel über Michl und sein Hautcutür Projekt ist in der November Ausgabe 2008 des TätowierMagazin erschienen. Eine Leseprobe findet ihr hier: http://tinyurl.com/79o72v

1. Michl testet seine Farbe an der eigenen Haut.
2. So sieht das Pigment aus bevor es zu Tattoo-Farbe verarbeitet wird.
3. Ich beim Mischen meines eigenen Rottons
4. Der Hautcutür-Chef gibt ein Tänzchen zum Besten.

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